Foto von Gustl Müller-Dechent Gustl Müller-Dechent


Über mich  Meine Bücher  Galerie

Impressum   Counter www.mueller-dechent.de ab 2003


Informationen über mich

Counter der Über mich Seite ab 24.03.2008


Geboren wurde ich am 4. Juni 1915 in München als August Müller, jüngster Sohn des Maschinisten Georg Müller und der Köchin Katharina Müller, geborene Dechent.
Wie in Bayern es eben Brauch ist, wurde mein Vorname August in Gustl gekürzt. Diese Kurzform meines Vornamens behielt ich dann bei.
Aus beruflichen Gründen führe ich seit 1972 den amtlichen Doppelnamen Müller-Dechent.

* * *

Mein Berufsleben begann als 16jähriger mit einer Lehre zum Buchdrucker. Nach bestandener Gesellenprüfung war ich arbeitslos. Wie fast alle meiner Jugendfreunde damals. Mit meinem Freund Hans Metz (später im Krieg in Russland verschollen) verließ ich das für uns zukunftslose Deutschland und wir gingen ins Ausland. Beim durchwandern von West- und Südeuropa verdienten wir unseren Lebensunterhalt in Straßencafés als Musikanten. Hans war der Sänger und ich spielte auf einem kleinen Regina-Akkordeon.
Nach einem Jahr im Ausland kehrten wir nach Deutschland zurück. Ich bekam Arbeit als Telefonist in Hotels in Stuttgart, Garmisch-Partenkirchen, Freudenstadt und zuletzt in München.

* * *

Dann kam 1936 die Zwangsrekrutierung zum Reichsarbeitsdienst. Hier wurde ich in Schmalkalden (Thüringen) zur Moorentwässerung und zum Wegebau eingesetzt - d.h. Steine zerkleinern und Erde schaufeln. Statt einer Entlassung nach sechs Monaten, wie ursprünglich gehofft, wurde ich 1937 nahtlos zur Wehrmacht ''weitergereicht''. Die zweijährige Pflichtwehrdienstzeit fand in Karlsruhe, beim Infanterie-Regiment 109 statt. Dort wurde ich einfacher Infanterist. Zum Zeitpunkt meiner geplanten Entlassung aus dem Wehrdienst - ich hatte einige Tage zuvor schon Zivilkleidung von meinen Eltern gesandt bekommen - begann der Zweite Weltkrieg im Herbst 1939.
So erlebte ich Westfront und dann den Einsatz an der Ostfront, zuletzt in Jugoslawien in der Partisanenabwehr. Bei Schußwechseln zielte ich, wie meine anderen Kameraden aus dem Widerstand, stets über das Ziel oder daneben. Dies war sehr gefährlich, denn Offiziere standen auf sicherem Beobachtungsposten nach hinten versetzt und erschossen all diejenigen, welche sich offen weigerten zu kämpfen oder zu offensichtlich in die Luft schossen.
Nach Wochen im freien Feld in Dauerregen, Kälte und wenig Nahrung erlitt ich eine lebensgefährliche Lungen- und Rippenfellentzündung und wurde in einem Feldlazarett zurückgelassen. Die sowjetische Armee besetzte auf Ihrem Vormarsch auch das Lazarett. Nach Gesundung konnte ich mit russischer Hilfe über Österreich wieder zurück nach München gelangen.

* * *

Mein politisches Leben war von frühester Jugend und dem Elternhaus her von der sozialistischen Idee und deren Idealen geprägt. Ich war Vorsitzender der SAJ München-Süd von 1930 bis zur Machtübernahme Adolf Hitlers. Ab 1933 war ich in der Widerstandsbewegung gegen den Faschismus tätig. Wegen politischer Vergehen kam ich in der Nazizeit mehrmals in Haft.
Ein Dokument erinnert an diese Zeit:
Bestätigung BRK für politisch Verfolgten Gustl Müller

* * *

Nach dem Krieg war ich einer der ersten Reporter der Süddeutschen Zeitung und von Radio München.

Bald wurde ich nach Würzburg gerufen, in die völlig von Bomben zerstörte Stadt, der man als Grab am Main keine Zukunft mehr gab. Als Lokalredakteur der Main-Post, deren Druckerei in der Sterngasse vom Trümmerschutt geräumt werden musste, schrieb ich unter anderem die Kolumne »Die Marktbärbl«. Mit einer Mischung aus Humor und Kritik versuchte ich meinen Teil dazu beizutragen, ein wenig Fröhlichkeit in die Not zu tragen, das Leben leichter zu machen. Mein Buch »Die Würzburger Marktbärbl« war das erste, das nach dem Krieg in der Bischofsstadt erschien. In meiner Würzburger Zeit schrieb ich auch das Buch »Wenn die Toaka ruft«, welches 1947 in der Reihe »Ruf der Jugend« im Stahlberg Verlag erschien.

Die nächste Station war das Main-Echo in Aschaffenburg, wo meine Frau Thea und ich zum Freundeskreis des Malers Christian Schad gehörten. In Aschaffenburg wurden unsere beiden Söhne Stefan (*1955) und Thomas (*1958) geboren.

Dann folgte 1960 der berufliche Wechsel von Bayern nach Hessen. In der Mainmetropole Frankfurt war ich bis zur Pensionierung im Jahre 1980 als Ressortleiter für Hessen (Kürzel: gmd) bei der Tageszeitung Frankfurter Rundschau tätig. In meinen Frankfurter Jahren veröffentlichte ich Bücher zu den Themen Film, Foto und Video.

Von den Auszeichnungen für meine Arbeit, die ich erhielt, bin ich vor allem dankbar für den Dr. Josef Drexel Preis. Diesen Preis erhielt ich ''für die Grundsatztreue seines journalistischen Wirkens, der Gerechtigkeit als einem der Grundelemente der Gesellschaft zu dienen''. Dr. Drexel war ein Kämpfer für humanistische Ideale und gegen faschistische Willkür. Er wurde verhaftet und in das Konzentrationslager Mauthausen gebracht. Nach der Befreiung wurde Dr. Drexel Herausgeber der Nürnberger Nachrichten und förderte Kunst und Wissenschaft.

* * *

Seit Jahren widme ich mich nunmehr der Erforschung und Vermittlung von Wissen zum Sinn des Lebens und zur harmonischen Gestaltung der reifen Jahre. Ich halte Vorträge und verfasste seit 2003 neue Bücher im Gebiet der Belletristik und auch eine politische Dokumentation. Die Malerei mit Öl, Acryl und Pastell ist mein Hobby. Meinen »Unruhestand« lebe ich seit dem Jahre 2002 in der Stadt Salzgitter in Niedersachsen.


Ehrungen/Preise:

Dr. Joseph E. Drexel Preis: 1965
3. Preis Journalistenwettbewerb zum Thema »Freizeit« des Bundesministeriums für Jugend, Familie, Gesundheit: 1971
Photokina Obelisk: 1976
Aufnahme in die Persönlichkeitsbibliographie WER IST WER? - Das deutsche WHO IS WHO? : 1979.


Bücher:

Die Würzburger Marktbärbl

Wenn die Toaka ruft

Schmalfilmen mein Hobby

Fotografieren perfekt

Filmen perfekt

Freude und Kraft zum Leben

Viorica - Schenk den Wolken deine Träume

Widerstand in München - Die Vergessenen

Mein Herz ist rein ... Poesie-Albumverse einst und jetzt

Jenseits der Grenzen - Die großen Rätsel dieser Welt (Private Edition)


Drehbücher und Exposés:

Helden des Alltags
Rendezvous mit Hessen
Der Milliardencoup
Die blühende Wüste
Lesotho - das Dach Afrikas
Das grüne Kleid der Kaiserin


Informationen in der Enzyklopädie »Wikipedia« über mich erhalten Sie hierSymbol für externen Link

Bericht in der Salzgitter ZeitungSymbol für externen Link über mich vom 19. März 2005.


Diese Homepage wurde zuletzt aktualisiert am 11.12.2009